Künstler erstellt architektonische Renderings von Hunden

Der Künstler Robert Redding aus der kalifornischen Stadt San Juan Capistrano macht etwas recht Ungewöhnliches: Er erstellt architektonische Renderings von Hunden. Ungewöhnlich ist es deshalb, weil Architektur Renderings normalerweise aus architektonischen Bauplänen erstellt werden.

Baupläne und Hunde

Angefangen hat das Ganze mit Bauplänen – als Redding in 2009 sein Familienhaus umbauen wollte. Dabei lief dem Grafikdesigner sein Hund immer wieder vor die Füße – bis er sich entschloss, einfach den Hund architektonisch zu rendern.

Um ein akkurates Rendering von seinem vierbeinigen Freund zu erstellen schloss sich Redding mit einer Organisation zusammen, die Informationen über alle Rassenhunde verfügt. Jede Illustration verfügt über „bauliche Hinweise“ der Rasse, Fell, Farbe und eine Prise Humor.

Bis 2010 hatte Redding nur 12 Hunde-Renderings angefertigt, doch diese reichten bereits aus, um jede Menge Aufmerksamkeit zu erregen – vor allem nachdem NBC New York über diese berichtet hatte.

138 Hunderassen im Portfolio – online verfügbar

Redding stellte seine Arbeiten anschließend auf einer Online-Plattform für Künstler aus – dies brachte den Schneeball endgültig ins Rollen. Über seine Website bekam er Aufträge aus Schweden, Deutschland, Australien, Frankreich und Kanada.

Heute besitzt Redding Vorlagen für 138 Rassehunde, kann jedoch auch individuelle Porträts anfertigen. Der Künstler kann auch Katzen und Pferde zeichnen – einmal war es sogar ein Bär – doch Hunde sind nach wie vor am beliebtesten.

Dafür benötigt Redding Fotos vom Vierbeiner – anschließend recherchiert er Informationen über die Rasse und ein Standardfoto. Die Preise reichen von 340 bis 495 US-Dollar.

Architektur Renderings von Stadien

Seit drei Jahren fertigt Redding auch architektonische Renderings von Stadien an – Sport ist seine andere Leidenschaft. Dafür hat er die großen Baseball- und Football-Stadien bis ins Detail analysiert. Mittlerweile befinden sich 17 College-Stadien in seinem Portfolio. Redding findet Stadien so interessant, weil diese in der Regel stets mit persönlichen Erlebnissen verbunden sind.

Redding kann nach eigenen Angaben Renderings aller MLB-Stadien anfertigen – bis auf Rockies aus Urheberrechtsgründen und dem der Toronto Blue Jays, da die Online-Plattform, auf der er seine Werke anbietet nicht nach Kanada liefert. Zu seinen Bestsellern zählen das Yankee-Stadium, Wrigley Field, Fenway Park und AT&T Park.

Redding will in Zukunft Renderings weiterer Football-Stadien anbieten – allerdings dauert es länger, als es ihm lieb ist, denn er muss stets erst eine Genehmigung vom Lizenz- bzw. Markenamt einholen, was oftmals gefühlt ewig dauert.

Mehr als 20 Colleges haben Redding eine Lizenz erteilt, doch auf die Antwort von USC, UCLA, Notre Dame und Standford wartet er nach eigenen Angaben immer noch.