Stop Vivisection – Eine Bürgerinitiative, die Tierschützer der ganzen EU vereint hat

Mit dem 1. November 2013 ging eine besondere Unterschriftensammlung, die zahlreiche Tierschützer des ganzen EU-Raums vereinte, zu Ende. Mit dieser Unterschriftensammlung unter dem Namen stop vivisection wollen Tierschützer bewirken, dass die Direktive 2010/63/EU außer Kraft gesetzt wird, die die Behandlung von Tieren zu Forschungszwecken innerhalb der EU regelt, und an deren Stelle ein neuer Vorschlag unterbreitet wird, in dem Tierversuche endlich abgeschafft werden. Mit dieser Initiative will man nicht die Forschung boykottieren, vielmehr setzt man auf Forschungsmethoden, die Daten von direkter Relevanz für Menschen verwenden.

Für eine Bürgerinitiative gilt es mindestens 1 Millionen Unterschriften von Bürgern der EU zu sammeln, wobei es einen genauen Schlüssel gibt, wie viel jedes Land sammeln sollte und von allen Mitgliedsländern müssen mindestens 7 ihre Vorgaben erreichen. Wenn diese Ziele erreicht werden, muss die Bürgerinitiative im Europäischen Parlament behandelt werden.

Es wurden über 1 Million Stimmen gesammelt, damit dem Leiden der Tiere in den Versuchslaboren ein Ende bereitet wird. Zahlreiche Aussagen werden zitiert, in denen von Forschern zugegeben wird, dass die Ergebnisse von Testen an Tieren nicht ohne Vorbehalt auf die Menschen übertragen werden können. Vielmehr kommt es oft bei zugelassenen Medikamenten zu unerwünschten Nebenwirkungen, die durchaus verhindert werden könnten. Eine interessante Einzelheit ist auch, dass Aspirin, wäre es an Tieren je testiert worden, kaum zugelassen worden wäre, da viele Inhaltsstoffe gerade für Tiere schädlich sind. Ganz abgesehen von der Kosmetikindustrie, die die Verträglichkeit von Substanzen an Tieren testet.

Diese Initiative bekommt noch an Bedeutung durch die Geschehnisse in Brasilien, wo etwa 200 Beagels aus einem riesigen Forschungslabor von Aktivisten in einer Nacht befreit wurden. Es gibt einige Videos, die herzzerreißende Szenen zeigen, wenn die Hunde, die bisher nichts als die kahlen Laborboxen gekannt haben, das erste Mal einen Rasen betreten. Mit viel Ehrfurcht und schon fast Angst verlassen Sie Ihre Boxen und wagen ihre ersten Schritte auf dem unbekannten grünen Belag. Bezeichnend ist auch die Tatsache, dass das Labor nach dieser Aktion ein 60-tägiges Arbeitsverbot erhalten hat und die Vorgänge im den Räumlichkeiten der Laboratorien durch die Behörden geprüft werden.

Nach nunmehr Jahrzehnte andauerndem Kampf gegen Versuche an lebenden Tieren in Labors, die oft zweifelhafte Ergebnisse geliefert haben, wurde mit dieser Bürgerinitiative im EU Raum ein erstes Zeichen gesetzt, das auch bis in die Politik vordringt, da diese Bürgerinitiative mit einem Volksbegehren gleichzusetzen ist. Vor allem konnten über verschiedene Kanäle, soziale Netzwerke, bei Ausstellungen und Events, über Tierheime und Gnadenhöfe über eine Million Menschen mobilisiert werden, die für ein gemeinsames Ziel gekämpft haben, wobei auch Unterstützung von der einen oder anderen Gruppe aus der Schweiz kam, obwohl die Schweizer Bürger hier nicht aktiv mit stimmen konnten. Vielleicht ist es aber endlich ein Schritt nach vorn gegen die Verwendung von Tieren zu Forschungszwecken.

Foto Quelle: Stop Vivisection

Worauf muss man bei einer Reise mit Haustieren besonders achten

Obwohl der Sommer dieses Jahr noch nicht unbedingt Einzug gefunden hat, gibt es doch immer wieder längere Sonnenphasen. Diese höheren Temperaturen verlangen unseren vierbeinigen Begleitern vor allem in Fahrzeugen einiges ab. Wir dürfen nicht vergessen, dass Hunde und Katzen nicht schwitzen können und sich nur an den Fußballen und mit der Zunge abkühlen können, deswegen ist es hier besonders wichtig, Vorkehrungen treffen, um auch unseren Lieblingen eine angenehme Reise zu verschaffen. Hierzu gibt es einige Tipps, was man beachten sollte.

Ausreichend Wasser nicht nur für die mitreisenden Zweibeiner

Tiere brauchen Wasser manchmal nötiger als wir Menschen. Viel schneller kann es zu einer Dehydrierung kommen, falls das Tier nicht ausreichend Wasser zu sich nehmen kann als beim Menschen. Es ist wichtig, ausreichend frisches unbehandeltes Wasser in entsprechenden Behältern mitzunehmen.

In regelmäßigen Abständen Pausen einlegen

Auch unsere Vierbeiner müssen sich hie und da die Beine vertreten und Ihre Notdurft erledigen. Obwohl sie in der Lage sind, ziemlich lange auf diese Bedürfnisse zu verzichten, tun sie Ihnen nichts Gutes damit, so schnell wie möglich ans Reiseziel gelangen zu wollen und das womöglich ohne Zwischenstopp. Planen Sie sich bei der Reise einige Stopps ein. Es wird Ihnen genauso gut tun, aus dem Auto zu steigen und die steifen Gliedmaßen zu strecken.

Hitzezeiten meiden und regelmäßig frische Luft zuführen

Noch immer sind nicht alle Fahrzeuge in Europa standardmäßig mit Klimaanlage ausgerüstet, somit gilt es Tageszeiten der größten Hitze zu meiden. Sowohl für Mensch als auch für Tier sind solche Zeiten anstrengend und denken Sie immer daran, dass Sie zwar Ihre Kleidung ablegen können, aber ein Hund und eine Katze können ihr Fell nicht einfach ausziehen. Bei starkem Sonneneinfluss staut sich die Hitze im Fahrzeug noch mehr. Man darf auch nicht vergessen, dass es regelmäßig Staus auf den Autobahnen gibt, wo ein Vorankommen erschwert wird und sich die Hitze noch mehr ansammeln kann. Gleichermaßen vergessen sie nicht, immer wieder frische Luft ins Fahrzeuginnere zu lassen.

Tiere niemals im Fahrzeug bei brütender Hitze eingesperrt lassen

Zuletzt noch ein ganz großer Appell an alle. Weder Kinder noch Tiere darf man im Fahrzeug auf dem Parkplatz eingesperrt lassen. Es gefährdet ihr Leben in hohem Maße. Bei großen Hitzen reicht ein schattiger Parkplatz auch nicht aus, denn sie dürfen nicht vergessen, dass im Fahrzeug im Stand ohne Fahrtwind die Luft angeheizt wird und über 50 Grad erreichen kann. Solchen Verhältnissen ausgesetzt, kann bald ein Hitzeschlag folgen und das kann zum Tode führen.

Wenn man schon allein diese wenigen Tipps befolgt, hat man im Anschluss an eine meist anstrengende Anreise auch sicherlich einen erholsamen Urlaub mit der ganzen Familie vor sich. Ihre Lieblinge werden es Ihnen danken.

Bildquelle: (c) pixelio.de / Autor: pan